Die Stadt und das erste Land unserer Reise bis ans Ende der Welt ist der Stadtstaat Singapur.

Die Geschichte Singapurs kann in drei Phasen geteilt werden: Das Dasein als wichtiger Handelsplatz, das jedoch schnell seine Wichtigkeit verliert. Die „Neugründung“ des modernen Singapurs durch Sir Thomas Raffles und spätere Kronkolonie der Briten. Und im letzten Akt die 1962 erreichte Unabhängigkeit und die Entwicklung, die Singapur zu der Stadt gemacht hat, die sie heute ist.

Was für eine Stadt ist Singapur?

Singapur ist eine sehr saubere Stadt. Es gibt harte Strafen für Verschmutzung der Stadt und das zeigt sich dann auch in den Straßen.

Singapur ist eine sehr aufgeräumte Stadt. Damit meine ich nicht wiederholt die Sauberkeit der Stadt, sondern wie  die Stadt angelegt ist. Man spürt deutlich, dass die Stadt jung ist und zu einer Zeit stark gewachsen ist, zu der schon mit Verkehr und Menschenmengen umgegangen werden konnte.

Singapur ist eine kulturell interessante Stadt. In dieser Stadt leben Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen/ Religionen zusammen. Beispiel dafür sind ganze integrierte Stadtteile wie Little India und China Town.

Singapur ist kinderfreundlich. Paul hat hier viel positive Aufmerksamkeit bekommen. Wir können gar nicht sagen wie häufig wir die Frage „How old?“ als Anfang eines Gesprächs beantwortet haben.

Singapur ist warm und feucht – gelegentlich auch stickig. Hohe Luftfeuchtigkeit gehört in Südost-Asien einfach dazu. So auch in dieser Metropole. 85% Luftfeuchtigkeit und bei unserem Aufenthalt 35°C sind nicht ungewöhnlich. Die Luft in Singapur kann jedoch auch massiv durch Nachbarländer beeinflusst werden. So herrscht in Indonesien zuweilen Waldbrand, der Smog in Singapur verursacht. Während unseres Aufenthalten war dies nicht der Fall. Einen Einblick dazu gibt Singapur auf speziell dafür eingerichteten Webseiten.

Unser Aufenthalt

Ankommen und genießen

Nach den Flügen von Hamburg nach Dubai und anschließend nach Singapur waren wir ein wenig gerädert. Schlafen im Flugzeug ist einfach keine Tätigkeit, die zu unseren Stäken gehört. Dabei hätten wir genügend Gelegenheit gehabt. Auf dem ersten Flug nach Dubai hat Paul mehr als vier der sieben Stunden für Schlaf genutzt, auf dem zweiten Flug sogar die volle Zeit. Ein wirklicher Vorteil dabei war, dass Paul ein eigenen Sitzplatz hatte, auf dem seine Babyschale befestigt war in der er geschützt und ungestört schlafen konnte.

Wir haben uns mit Filmen und Serien aus der großen Auswahl, die Emirates bietet, bedient und damit die Zeit herumgebracht.

Endlich angekommen, haben wir vom Flughafen aus einen Linienbus genommen. Für zwei Personen bis in die Stadt (Orchard Road) hat uns dies $5 gekostet. Der Umrechnungskurs betrug bei unserem Besuch 1 SGD = 0,63 EUR. Ein fairer Preis. Alternativ kostete ein Taxi (beim Rückweg zum Flughafen) 17$. Dafür ist es, wenn etwas mehr Gepäck dabei ist, sehr praktisch – und immer noch recht günstig.

Im Hotel angekommen, haben wir unsere Sachen in die Ecke geschmissen (wer uns kennt, weiß, wie ein Zimmer aussieht, nachdem wir es bezogen haben), die Badesachen geschnappt und direkt zum Pool gegangen. Was für eine Wohltat! Nach ausgiebigem Baden haben wir nur noch köstliches asiatischen Essen genossen und sind in Bett gefallen. Alle haben nach der langen Reise und der anschließenden Erholung bestens geschlafen (ist in einem Bett auch wesentlich einfacher!).

Die Stadt erkunden

Wir starteten den Tag mit Frühstück, einer anschließenden Baderunde und brachen dann in die Stadt auf. Wir hatten vorher online für den High Flyer – einem Riesenrad im Stil des London Eye – reserviert und haben uns mit dem Taxi (10$) direkt dorthin fahren lassen.

Singapur High Flyer

Singapur High Flyer

In Singapur werden Babys im Taxi einfach auf dem Schoß transportiert. Das erscheint für Europäer sehr wild. Auch für uns. Doch es gibt eine Merkwürdigkeit in Singapur, die es weniger „schlimm“ erscheinen lässt: In Singapur gibt es nur wenige Autos auf der Straße. Und das in einer Millionen-Metropole. Immer freie Straßen. Als Stau gelten maximal Wartezeiten an den Ampeln. In Singapur können Autos nicht einfach zugelassen werden. Um eine Zulassung zu bekommen, muss bei den Auktionen des Verkehrsamtes teilgenommen werden. Und zwar als Höchstbietender. Außerdem werden Autos mit bis zu 200% des Kaufwertes in Singapur versteuert. Danach gilt: Kaum Verkehr, kaum Unfälle. Dazu kommt noch: Niedrige Höchstgeschwindigkeiten. Wir haben es also einfach wie die Einheimischen gemacht, Paul war aber immerhin in der Bauchtrage und mit angeschnallt, die Deutschen und ihr Bedürfnis nach Sicherheit.

Nach dem High Flyer – dessen Aussicht grandios war – haben wir uns traditionelles Essen am Makansutra Glutens Bay Market gesichert. Der Tipp für günstiges und doch sehr hochwertiges Essen in Singapur. Und das bei wahnsinns Aussicht direkt an der Marina.

Makansutra Market

Makansutra Market

Traditionelles Essen

Traditionelles Essen

Kultur und alte Freunde

Wir besuchten Chinatown und Little India.

Diesmal wieder mit dem Taxi. Wir hatten uns ja nun schließlich dran gewöhnt. Neben der sonst netten Art und der vielen Aufmerksamkeit für Paul, haben wir diesmal den wohl kinderfreundlichsten Taxifahrer der Welt erwischt. Er begrüßte uns freundlich, sah Paul und startete alsbald eine CD voller Kinderlieder. Kinderlieder, die er mitsang und -summte und nicht nur sich und Paul, sondern auch uns bestens unterhielt.

China Town in Singapur

China Town in Singapur

China und Indien, beides Länder, die wir bereits bereist haben, kamen sofort wieder vor unser inneres Auge. In beiden Stadtteilen waren sofort die selben Gerüche, Eindrücke und Baustile erkennbar. Ein tolles Erlebnis.

Little India

Little India

Beide Stadtteile haben wir zusammen mit einem alten Freund (und dessen Freundin), der derzeit auf Bali lebt,  besucht. Es war ein ganz verrücktes Gefühl sich nach einer langen Zeit wieder zu sehen – und das an einem so entferntem Ort.

Abreise

Den letzten Tag nutzen wir, um die Orchard Road etwas zu entdecken (und unseren Vorrat an Babynahrung aufzufüllen). Die Orchard Road ist Asiens längste Shopping-Straße (und Luxus-Meile). Viele der Geschäfte sind für die Regenzeit unterirdisch verbunden, sodass man ohne Probleme dem Wetter trotzen kann.

Babynahrung in Singapur zu finden ist kein Problem. Es gibt eine riesige Auswahl im Sortiment – nur teuerer als in Deutschland. Ein Quetschie (Obst) kostet beispielsweise 3$ – 5$.

Babyessen in Singapur

Babyessen in Singapur

Am Flughafen angekommen, holten wir noch unser Gepäck aus der Aufbewahrung (wir haben den Kindersitz als auch ein ganzen Reiserucksack, den wir strategisch für später gepackt haben, am Flughafen gelassen; Kostenpunkt 35$) und flogen weiter nach Melbourne. Australien wir kommen!

Teile diesen Artikel!

Über den Autor

... ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

7 Kommentare

  1. Hallo David,

    toll eure Seite! Ich lese immer gern eure Tipps. Macht weiter so:)

    Die Ankunft unseres neues Familienmitglieds steht kurz bevor und wir fragen uns, ob wir im Januar mit dem Kleinen über Singapur nach Bali reisen können? Nun ist ja im Januar Regenzeit auf Bali. Kennt ihr euch damit aus? Ist das zu gefährlich..ich denke da an Mücken? Oder sind gar 5 Monate zum weit reisen noch zu jung?

    Vielen Dank schon mal für deine Antwort!

    Liebe Grüße
    Jenny

    • Hallo Jenny!
      Erstmal: Herzlichen Glückwunsch, das wird eine lebensverändernde Sache! Ich wünsche Euch ganz viel Freunde zusammen!

      Als Paul 5-6 Monate alt war, war bei uns die Zeit, in der wir uns so etwas schon vorstellen konnten. Vorher – denken wir jedenfalls – braucht man die Zeit, um sich als neue, kleine Familie einzuspielen.

      Also, ja, ich denke, dass es durchaus möglich und machbar ist. Mit 5 Monaten schlafen die Kinder auch noch viel, sodass ihr das zum Flug gut timen könnt. Ich empfehle Euch einen extra Sitzplatz zu buchen und eine Flugzeug-Zertifizierte Babyschale mitzunehmen. Das gibt dem Baby als auch Euch mehr Komfort, Sicherheit und Ruhe.

      Zur Regenzeit: Freunde von uns waren während der Regenzeit mit kleinem Kind auf Bali und konnten nichts Schlechtes berichten. Die Schauer sind ja zeitlich meist recht kurz und auf Grund der Wärme auch schnell wieder vergessen. In touristischeren Gebieten braucht ihr vor Mücken weniger Angst haben, da dort etwas dagegen unternommen wird. Ansonsten gilt wie immer: Mückenschutz (Kleidung, Mückennetz, Spray). In Singapur ist das gar kein Problem.

      Ich hoffe, dass Dir die Antwort schon etwas hilft.

      Hier noch ein paar passende Links:
      Kindersitz im Flugzeug: http://www.unterwegs-bleiben.de/sicherheit-fliegen-baby/
      Mückenschutz: http://www.unterwegs-bleiben.de/mueckenschutz-baby/
      Schlaf: http://www.unterwegs-bleiben.de/schlaf-auf-reisen-ohne-jetlag/

  2. Pingback: Fliegen mit Kleinkind – Stopover in Asien | Mami bloggt

  3. Moin,

    klasse Seite! Wir haben schon begeistert bei euch gelesen und gestöbert.

    Auf unserem Weg nach Neuseeland planen wir ebenfalls einen kurzen Aufenthalt in Singapur. Könnt ihr uns dort eine gute Unterkunft empfehlen?

    Viele Grüße
    Lars

    • Hi Lars, danke!
      Wir selbst waren im Shangri La. Ein extrem gutes Hotel, vermutlich eins der besten, in denen wir bisher waren, jedoch auch sehr hochpreisig. Alternativ bietet sich in Singapur ja immer das Marina Bay Sands an 😉

  4. Pingback: Die ersten Tage in Singapur - Once In Our Life

  5. Pingback: First Days in Singapore - Once In Our Life

Hinterlasse eine Antwort