Immer wieder lesen wir von Vorfällen, bei denen Reisende bestohlen wurden oder Campervans auf einem Parkplatz aufgebrochen und durchsucht wurden. Häufig sind Wertgegenstände in den Taschen und Autos und wurden entwendet. Doch es sind nicht nur die eigentlichen Wertgegenstände wie ein Notebook, sondern viel mehr die darauf befindlichen Daten und Bilder, die auch nach einem Neukauf nicht mehr wiedergebracht werden können. Im schlimmsten Fall sind auch wichtige Dokumente darunter, ohne die eine Weiterreise erschwert wird. Deshalb wollen wir heute teilen, wie wir uns – bisher immer erfolgreich – gegen Diebstahl auf Reisen sichern.

Wir selbst reisen – wie viele andere auch – mit einer Vielzahl an Wertsachen durch die Weltgeschichte: Teure Kameraausrüstung, ein MacBook Pro, Smartphones, Kindle, Dokumente und Papiere, Bargeld und Kreditkarten. Schnell kommen hier einige tausend Euro zusammen, die wir dann auch mal in einem Campervan auf einem verlassenen Parkplatz für eine anstehende 6-Stunden-Wanderung zurücklassen. Leichte und planbare Beute für Diebe, die diese Umstände natürlich genau kennen.

Natürlich können nicht alle Eventualitäten abgesichert werden. Gerade wenn es sich um einen gut vorbereiteten Dieb handelt, helfen viele Mechanismen nichts. Dennoch: Gegen viele Taschendiebe oder durchschnittliche Autoeinbrüche gibt es ein paar Dinge, die einen Diebstahl verhindern oder zumindest deutlich erschweren können.

Dokumente und Wertgegenstände sichern

Reisepass für Kinder

Wenn diese Dokumente gestohlen werden, beginnt der Stress auf Reisen

Unterwegs Wertsachen sichern

Bist Du zwischen verschiedenen Orten unterwegs, ist es am sichersten die Wertsachen bei Dir zu haben. Bei uns passen die wertigen Gegenstände alle in meinen Rucksack. Dabei verwenden wir für Kindle/ iPad und MacBook die innenliegende Tasche, die von außen nur sehr schwer zugänglich ist.

Dort landen auch die Reisedokumente. Loses Geld bewahren wir immer in einer gewissen Menge in der Hosentasche für den schnellen, unkomplizierten Zugriff auf. Die Kamera trage ich die meiste Zeit ohnehin über der Schulter und Klicke diese zusätzlich in den Brustgurt des Rucksacks ein. Das hat zwei Vorteile: Die Kamera kann nicht direkt herunterfallen, da sie doppelt gesichert ist und sie kann durch den selben Mechanismus nicht so einfach geklaut werden.

A und O unterwegs ist es jedoch nicht die Sachen tief im Rucksack zu verstecken, sondern den Rucksack selbst bei sich zu haben und im Auge zu behalten.

Im Hotel oder Hostel Wertsachen sicher verstauen

In den meisten Hotelzimmern gibt es mittlerweile einen Safe. Der ist auch nicht Fort Knox, aber besser als nichts.

In den meisten Fällen werden Diebstähle verübt, weil es schlichtweg so einfach ist.

Einfach und allein weil Menschen unaufmerksam sind und Dinge einfach offen liegen lassen. Sind die Wertsachen erst einmal in einem Safe, ist diese Gefahr deutlich geringer. Ein Dieb, der einen Safe aufbricht oder sich die Zeit nimmt einen Code erraten zu wollen, ist schon eher seltener anzufinden. Deshalb: Pack Deine Wertsachen in einen Safe.

Sollte kein Safe auf Deinem Zimmer sein, gibt es möglicherweise eine Möglichkeit die Dinge an der Rezeption in einem Safe zu verfahren. Hier solltest Du eine Quittung bekommen, die genau aufschlüsselt was für Dich im Safe hinterlegt wurde.

Sollte keine der beiden Möglichkeiten in Deiner Unterkunft vorhanden sein, lies im Abschnitt „Campervan“ weiter – der PacSafe TravelSafe könnte dann auch für Dich interessant sein.

Im Campervan/ Mietwagen Wertsachen sicher aufbewahren

In größeren Wohnmobilen gibt es häufig einen eingebauten Safe. Es empfiehlt sich diesen dann auch zu nutzen. Zusätzlich – und für den Fall, dass kein Safe im Campervan vorhanden ist – haben wir den PacSafe TravelSafe immer dabei.

Dabei handelt es sich um eine Art Rucksack, der im Innenleben mit einem Stahlgeflecht ausgestattet ist. Somit kann die Tasche nicht leichtfertig ausgeschnitten und entleert werden. Darüber hinaus kann die Tasche mit einem Stahlseil an anderen Gegenständen befestigt und fest verschlossen werden. Der Rucksack kann trotz der Stahlkonstruktion im Inneren im leeren Zustand sehr klein gepackt werden und fällt im normalen Gepäck kaum ins Gewicht.

Wie schon bei anderen Tipps gilt: Ein Dieb, der darauf vorbereitet ist (Bolzenschneider) und genügend Zeit mit sich bringt (um die ganzen Stahlseile zu schneiden, bis er an das Innere des Rucksacks gelangt), hält das nicht ab. Für den „normalen Autoeinbruch“ oder Gelegenheitsdiebe ist das jedoch nichts.

Abschließend noch der ganz offensichtliche Tipp: Bitte lass nichts Wertvolles sichtbar im Auto liegen.

Im Zelt Habseligkeiten sichern

Im Zelt werden die Möglichkeiten sich gegen einen Diebstahl zu schützen noch weiter reduziert. Selbst ein PacSafe TravelSafe hilft dann kaum weiter, da es keine Möglichkeit gibt, ihn zu befestigen.

Reist Du mit einem Zelt und bewegst Dich mit dem Auto fort, kannst Du dort Wertsachen (auch gesichert im PacSafe) verstauen. Bist Du mit Rad oder gar zu Fuß unterwegs, fällt auch diese Option aus.

Auf einigen Campingplätzen/ Holidayparks gibt es ebenfalls eine Rezeption, bei der Du Dich erkundigen kannst, ob dort Wertgegenstände aufbewahrt werden können. Sollte das auch nicht der Fall sein, bleibt Dir nur eins: Die Wertgegenstände am Mann/ an der Frau behalten. Schläfst Du im Zelt, liegen sie neben Dir, verlässt Du das Zelt, trägst Du sie auf dem Rücken mit Dir herum.

Daten sichern

Sicher: Externe Festplatte am Mann (oder an der Frau)

Du machst auf Reisen von Dir, Deiner Familie und den ganzen Erlebnissen Bilder und Videos?

Das ist perfekt, denn diese Bilder werden nach Deiner Rückkehr immer wieder wunderbare Erinnerungen hervorrufen. Erinnerungen, die Du mit den besten Momenten in Deinem Leben verbindest.

Im Falle der Fälle, in dem die Tipps und Tricks wie oben beschrieben nicht funktioniert haben und Deine Kamera und/ oder der Laptop, auf dem sich Deine kostbaren Bilder befinden, entwendet wurden, wurdest Du auch diesen Erinnerungen beraubt.

Doch das muss nicht sein: Sichere Deine Bilder in regelmäßigen Abständen auf ein externes Medium. Sei es eine kleine Festplatte oder eine weitere SD Karte. Verstecke diese Festplatte oder trage diese bei Dir, um die Gefahr eines Totalausfalls zu vermeiden. Natürlich ist dieses Backup nicht nur bei Diebstahl, sondern auch bei technischen Defekten sehr hilfreich.

Sicherer: Backup in die Cloud

Natürlich kannst Du auch – sofern in Deinen Reiseländern gute Internetverbindungen möglich sind – deine Bilder und Videos in der Cloud lagern. Es gibt unzählige Dienste wie beispielsweise Dropbox, Google Drive und Box.com.

Bis zu einer gewissen Datenmenge sind diese Varianten sogar kostenfrei und leicht zu nutzen. Nutzt Du jedoch den RAW-Modus Deiner Kamera wirst Du bald an die Grenzen des Datenvolumens bei diesen Diensten stoßen.

Noch besser: Backup in die eigene Cloud/ NAS

Für die persönliche, mengenmäßig (fast) unbegrenzte Cloud gibt es auch eine recht einfache Lösung: Habe eine eigene Cloud.

Hast Du beispielsweise ohnehin einen Webserver laufen, kannst Du das Open Source Produkt Owncloud darauf installieren und hast Deine private Cloud.

Owncloud bietet Dir prinzipiell die gleichen Vorteile wie Dropbox und Co. (Sync Client, Smartphone App, Webclient, Sharing), jedoch liegen die Daten auf Deinem eigenen Server. Wir selbst verwenden Owncloud schon seit einigen Jahren und sind mit der Entwicklung, die genommen wurde, sehr zufrieden.

Eine weitere Alternative ist ein NAS (Network Attached Storage).

Das ist eine Box mit Festplatten, die Du Zuhause in Dein Netz steckst. Darauf kannst Du Deine Daten auslagern und – da die Box selbst auch mit Software ausgestattet ist – mit allen möglichen Endgeräten und Verbindungsvarianten (Sync Client, Einbinden als Network Drive, Webclient, Smartphone App) darauf zugreifen. Auch hier kannst Du von unterwegs Deine Bilder und Videos sichern, vorausgesetzt Dein NAS ist vom Internet aus verfügbar und sowohl Deine Internetverbindung zuhause, die durch das NAS genutzt wird, als auch die Internetverbindung unterwegs sind schnell genug.

Unser Fazit

Uns wurde noch nie etwas auf Reisen gestohlen.

Wir denken, dass die meisten Sachen, die wir empfehlen, mit gesundem Menschenverstand einhergehen. Kombiniert mit einigen Tipps und Produkten, die wir selbst nutzen, kann das Risiko noch einmal ordentlich reduziert werden.

Hast Du schon Erfahrungen mit Diebstahl auf Reisen sammeln müssen? Was würdest Du heute anders machen? Hast Du weitere Tipps und Tricks zu diesem Thema?

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Über den Autor

... ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

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