Es ist nun an der Zeit auch die schönsten Campingplätze auf der Südinsel Neuseelands auf unserem Weg über die Insel festzuhalten. Wie schon bei den schönsten Plätzen in Australien und auf der Nordinsel Neuseelands, haben wir uns die sieben Plätze ausgesucht, die uns aus verschiedenen Gründen sehr positiv in Erinnerung blieben. Zur besseren Übersicht kannst Du Dir die Verteilung der Campingplätze auf einer Karte ansehen.

Die Karte soll keineswegs ein Routenvorschlag darstellen – dazu könnten und werden wir noch ganz andere Vorschläge unterbreiten. Die Route wäre zwar in Ordnung und würde so auch funktionieren, würde aber auch einige sehr schöne Ecken der Südinsel auslassen (Milford Sound, South Coast/ Catlins, Akaroa).

Karte Neuseeland Südinsel Camping

Die Übersicht über die vorgestellten Plätze auf der neuseeländischen Südinsel (keine Streckenempfehlung!)

1 White’s Bay Campsite (in der Nähe von Picton/ Blenheim)

White’s Bay ist ein schön gelegener DOC-Campingplatz in der Nähe von Picton (der Ort an dem die Fähre von der Nordinsel anlegt) und Blenheim. Der Weg dorthin und kurvig und zum Teil Gravel Road, lohnt sich jedoch, da es eine gute Badestelle gibt, vernünftige Toiletten und schöne und auch ruhige Stellplätze.

White's Bay - nach einer kleinen Kletterrunde

Sonnenuntergang an der White’s Bay – nach einer kleinen Kletterrunde

Der Nachthimmel – sofern er wolkenfrei ist – ist so klar, dass hier die Milchstraße mit bloßem Auge gesehen werden kann. Braucht es da noch weitere Argumente?

Die Milchstraße!

Die Milchstraße!

2 Smiths Farm (Linkwater, Marlborough)

Smiths Farm ist unter den reisenden Familien beinahe ein Pflichthalt.

Warum? Das mag zum Einen daran liegen, dass die Weltwunderer diesen Platz so löblich erwähnten, zum Anderen daran, dass er tatsächlich so liebevoll betrieben wird, so gut gelegen ist und Familien mit Kindern allerhand Möglichkeiten bietet. Und die Muffins zur Begrüßung sind auch sehr lecker.

Er handelt sich dabei um einen Farmstay der neben Stellplätzen für Camper auch Hütten anbietet. Zur Begrüßung gibt es leckere Muffins und eine Schatzkarte, die kleine Abenteurer (und ihre Eltern) bei Einbruch der Dämmerung über Weiden und Wiesen führt und hinein in einen dunklen Wald, in dem Glühwürmchen angetroffen werden können. Eine sehr schöne Idee!

Außerdem gibt es viele Tiere auf dem Gelände und obendrein noch eine vernünftige Ausstattung in der Camp-Küche und den Örtlichkeiten.

Die Farm

Smiths Farm: Toller Platz für Familien

Und Hasen gibt es hier auch

Und Hasen gibt es hier auch

3 The Barn (Abel Tasman Nationalpark)

The Barn liegt direkt am Anfang des schönen Abel Tasman Coastal Walks (einer der Great Walks).

Aus geht's!

Der Startpunkt zum Abel Tasman Cost Track

Neben dieser fantastischen Lage, ist die Anlage mit zwei großen und gut ausgestatteten Küchen versehen sowie mit gut gepflegten und vergleichsweise neuen Toiletten und Duschen.

Am meisten hat sich Paul jedoch darüber gefreut, dass es großen Kisten mit allerhand Spielzeug in den Gemeinschaftsräumen zu entdecken gab.

Die Organisation eines Wassertaxis für die Erkundung des Abel Tasman Nationalparks war ohne Probleme möglich, sogar mit Abholung direkt bei The Barn.

Das Wasser-Taxi setzt uns im Paradies ab

Das Wasser-Taxi setzt uns im Paradies ab

Der Platz wird vor allem zur WWOOFer (Arbeiter im Rahmen von World-Wide Opportunities on Organic Farms) am Leben gehalten, die freiwillig gegen Kost und Logis aushelfen. Und da es eine Farm ist, gibt es auch Kräuter und einiges an Gemüse zur Selbsternte.

4 Hokitika Shining Star Holiday Park (Westküste)

Schaust Du nach links, siehst Du das Meer.
Schaust Du nach rechts, siehst Du die Alpen.

Das beschreibt die kleine Stadt Hokitika wohl schon ziemlich genau und zeigt die wahnsinnige Dichte von unbeschreiblicher Natur in Neuseeland. Und in dem kleinen Ort gibt es obendrein noch einen sehr netten Holiday Park: den Shining Star Holiday Park.

Was bringt diesen Park auf unsere Liste (bis auf die grandiose Umgebung)?

Er hat nicht nur eine Schar an Tieren, die es zu bewundern gilt (Schweine, Schafe, Hühner, Enten, Katzen) sondern noch dazu ein kleines Wellness-Angebot. Ein Campingplatz bei dem wir einen Whirlpool nutzen konnten. Eine echte Genugtuung nach einigen Tagen auf DOC-Plätzen in der Wildnis.

Und das Highlight: Direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es die „Glow Worm Dell„. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine kleiner Wanderweg in einem Waldstück, der Dich zu einer steilen Felswand bringt. Und diese Felswand, wie der Name schon verrät, ist in der Nacht voller Glühwürmchen. Das Ganze sieht aus wie ein Nachthimmel mit einer unglaublichen Dichte an Sternen.

Hokitika mit den Alpen im Hintergrund

Hokitika mit den Alpen im Hintergrund

Hokitika George

Hokitika George

5 Kinloch Campsite (Glenorchy, Lake Wakatipu)

Sehr weit oben auf unserer Liste der schönsten Gegenden in ganz Neuseeland sind die Orte Glenorchy und Kinloch am Lake Wakatipu.

Die Berge, das glasklare, kalte Wasser des Sees und die Ruhe haben uns fasziniert.

Am nördlichen Ende des Sees, nachdem der kleine Ort Glenorchy – der bei uns allein durch die TV-Serie „Top of the Lake“ ein Begriff war – durchquert wurde, kommt nach ein wenig Gravel Road die Siedlung Kinloch. Hier gibt es einen DOC-Platz mit unbezahlbarem Blick über den See. Viel mehr gibt es hier auch nicht an Komfort oder Ausstattung, doch das ist genug.

Wer mutig ist und seinem 4×4-Offroad-Gefährt traut, kann von dort aus auch Paradise erkunden. Der Name klingt jedenfalls verlockend.

Sonnenuntergang vor dem Camper in Kinloch

Sonnenuntergang vor dem Camper in Kinloch

6 White Horse Hill (Mount Cook Village)

Und noch eins meiner Neuseeland-Highlights: Mount Cook.

Der höchste Berg Neuseelands ist – wie sollte es anders sein in diesem Land – inmitten einer wunderschönen Landschaft. Allein der Weg zum Mount Cook Village beziehungsweise zum in der Nähe gelegenen White Horse Hill Campground ist sehenswert: Die Straße führt Dich entlang des opalfarbenen Wassers von Lake Pukaki immer weiter auf die imposante Szenerie zu.

Dort hast Du die Möglichkeit den unglaublich klaren Sternenhimmel zu betrachten (oder zu fotografieren) und eine Wanderung entlang des Hooker Valley Tracks zu unternehmen.

Der Platz weist eine gute Ausstattung was Toiletten, (heiße!) Duschen und Küche anbelangt auf.

Zelten am White Horse Hill

Zelten am White Horse Hill

7 Waikuku Beach (bei Christchurch)

Christchurch ist sehr sehenswert und hat eine bewegende junge Geschichte, die in der ganzen Stadt zu fühlen und zu sehen ist.

Leider hat der gemeine Camper in Christchurch ein Problem: Es gibt kaum gute und noch weniger günstige Plätze zum Abstellen des Campers. In unserer ersten Nacht in der Stadt übernachteten wir auf einem Parkplatz direkt an einer Parkanlage – zu diesem Zeitpunkt der einzig legale und kostenlose Ort zum Campen in der Stadt. Heute ist dieser Platz für Übernachtungen nicht mehr erlaubt.

Da der Platz – wenngleich er auch legal war – noch lange nicht schön war, haben wir uns nach einer Alternative umgesehen. Und wir haben eine Alternative gefunden, auch wenn sie 30 – 35 Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt: Waikuku Beach.

Dort existiert ein Holiday Park als auch die Möglichkeit direkt am Meer kostenlos zu Campen. Am Ende der Park Terrace in einem kleinen Waldstück, ausgestattet mit einfachen Toiletten (aber immerhin mit Wasserspülung). Wir haben dort zwei Nächte gestanden und neben uns waren nie mehr als zwei weitere Camper anwesend. Definitiv eine schöne und ruhige Alternative zu einem Platz in der Stadt, wenn der etwas längere Anfahrtsweg in Kauf genommen wird.

Die Christchurch Cathedral - gestützt und abgesperrt nach den Auswirkungen des Erdbebens

Die Christchurch Cathedral – gestützt und abgesperrt nach den Auswirkungen des Erdbebens

Habt ihr noch Tipps für die Südinsel Neuseelands? Geheimtipps? Dann immer her damit in den Kommentaren.

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Über den Autor

… ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

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