Für die Reise statteln wir unsere Reiserucksäcke, die Kraxe und unsere Tagesrucksäcke. Wir haben alle Dinge dabei, die wir in den kommenden Wochen und Monaten brauchen. Auf einer Reise bis ans Ende der Welt. Doch welche Dinge sind das eigentlich? Was packen wir ein? Diese Frage stellen wir uns natürlich auch vor jeder unserer Reisen. Auch wenn wir hier und da eine gewisse Routine entwickelt haben, verlassen wir uns nicht auf die (lückenhafte) Packliste in unserem Kopf.

Daher lautet unser Credo aus unseren bisherigen Reisevorbereitungen:

Es ist okay sehr kurz vor der Reise zu packen.
Es ist aber nicht okay keinen Plan dafür zu haben.

Wir nutzen deshalb für die Organisation unserer Packlisten eine Wunderlist. Wir iterieren unsere Packlisten bei jeder Reise. Merken wir während einer Reise, dass wir besser Dinge zuhause gelassen hätten oder tatsächlich etwas vergessen haben, machen wir das auf unserer Liste kenntlich. Beim nächsten Mal ist unsere Packliste wieder ein wenig besser.

Dabei unterteilen wir diesmal die Liste auch explizit in zwei wesentliche Teile: “Was nehmen wir mit” und “Was kaufen wir vor Ort”. Gerade bei einer Reise mit Camper-Van über einen langen Zeitraum ist die zweite Liste nicht zu unterschätzen.

Darüber hinaus – auch wenn es eigentlich nicht zum Packen gehört – führen wir eine weitere Liste mit Dingen, die generell vor der Reise erledigt werden müssen. Darunter fallen – sofern nicht untervermietet wurde – Vorbereitungen in der Wohnung, aber auch Kleinigkeiten wie eBooks kaufen, Abos pausieren und Dokumente für die Reise digitalisieren.

Was steht also (derzeit) auf unseren Packlisten für unsere Reisen?

Zuerst einmal die Dinge, die wir benötigen, um die ganzen Sachen mitzunehmen. Dabei nutzen wir zwei Reiserucksäcke (Backpacks) von Deuter mit jeweils 65l Volumen. Darüber hinaus ein Daypack (Wanderrucksack Act Trail ebenfalls von Deuter) sowie die Deuter Kid Comfort 3 Kraxe, für Wanderungen und längere Strecken mit unserem Sohn. Dafür bleibt der Wagen zuhause. Für den Schutz der Backpacks beim Transport im Flugzeug nutzen wir passende Schutzsäcke.

  • Unser Handgepäck. Hier finden sich alle Dinge wieder, die wir gern direkt bei uns haben oder die wir auf dem Transportweg/ im Flugzeug benötigen.

    • Dokumente (Reisepässe, Führerschein, Impfausweise, Auslandskrankenversicherung, Ausweise, Passbilder)
    • Oropax
    • Windeln, Feuchttücher
    • Wechselkleidung Baby
    • Kuscheltier/ -decke/ -kissen
    • Snacks/ Quetschis für den Reisetag
    • Nuckel und Ersatznuckel
    • Trinken Baby (für Reisetag)
    • Brei (für Reisetag)
    • Spucktuch
    • Baby-Breilöffel
    • Reiseadapter
    • Kindles
    • Laptop*
    • Handys
    • Kopfhörer
    • Ladekabel für Kindle, Laptop, Handy
    • Kamera und Zubehör* (Objektive, Filter, Ladekabel, Stativ, Ersatzakkus)
    • Sonnenbrillen
    • Reiseführer (ggf. auf dem Kindle)
    • Kartenspiele
    • Zahnpasta und Zahnbürste
    • Spielzeug (klein und handlich), Spieluhr
    • Kleines Buch
    • Hochstuhl für unterwegs: Mobiseat
    • Ergobaby 360 Babytrage*
    •  

      *Hierzu gibt es mehr Erläuterungen im weiteren Text des Artikels.

  • Unser Aufgabegepäck sind zwei Reiserucksäcke. Hier kommt alles das rein, was wir während des Transports nicht benötigen oder nicht mit in ein Flugzeug nehmen können.

  • Wir digitalisieren die wichtigen Dokumente und legen diese gesichert online ab. Im Falle eines Verlustes haben wir weiterhin Zugriff auf Kopien der Dokumente und können so schneller handeln.

    • Adressen von Familie und Freunden
    • TAN-Listen
    • Reiseführer
    • Bücher (auf dem Kindle)
    • Dokumente (Reisepässe, Führerschein, Impfausweise, Auslandskrankenversicherung, Ausweise)
  • Diese Liste ist vor allem geprägt durch die Planung eine lange Zeit in einem Camper-Van unterwegs zu sein.

    • Mehrfachverteiler (Strom)
    • Haken mit Saugnapf für Organisation im Camper-Van
    • SIM Karte im Zielland
    • Streichhölzer/ Feuerzeuge
    • Schwamm
    • Papierhandtücher
    • Großes Waschmittel für die Zeit im Camper
    • Windeln
    • Brei
    • Spühlmittel, Handfeger & Kehrblech

Wir haben die Liste explizit umkommentiert gelassen. So ist sie übersichtlicher für Euch. Dennoch wollen wir einige Worte zu einigen Dingen, die auf unserer Liste stehen, loswerden.

Eva, Paul und David

Was gehört ins Gepäck?

Rucksack (Handgepäck)

Da wir schon unterwegs die Bilder bearbeiten und auch für den Blog schreiben werden, haben wir unseren Laptop dabei. Wäre dies nicht der Fall, könnten wir hierauf verzichten, da dann die Handys ausreichen würden, um die wesentlichen Dinge zu erledigen.

Die Kamera-Ausrüstung ist recht umfassend, da hier meine Leidenschaft liegt. Auch hier kann deutlich an Platz und Gewicht gespart werden, wenn beispielsweise eine Systemkamera genutzt wird oder gar das Handy für Fotos ausreichend erscheint.

Reiserucksack (Aufgabegepäck)

Wir packen in Sachen Kleidung minimalistisch in dem Wissen, dass wir so oder so immer wieder vor Ort selbst waschen werden. Eine genaue Liste dafür gibt es nicht, da dies abhängig vom Zielland ist. Generell gilt jedoch, dass wir Kleidung für 3 – 5 Tage (und gemäß des Klimas) planen und zusätzlich Badesachen, Regensachen/ Outdoorsachen/ Sportsachen sowie Nachtzeug mitnehmen. Generell bietet sich das Zwiebelprinzip an, um sich schnell anpassen zu können und bei Reisen durch verschiedene Klimazonen nicht unnötig viele Sachen dabei zu haben.

Der Travelsafe 12l soll unsere Wertsachen etwas besser schützen. Dokumente, Laptop und Kameraausrüstung kommen gemeinsam auf einen stolzen Preis. In einem Camper-Van sind diese quasi ungesichert und können mit dem Travelsafe zumindest vor dem „einfachen Diebstahl“ geschützt werden. Der Rucksack ist schnittfest und durch ein Drahtgeflecht gesichert. Außerdem kann er an anderen Gegenständen durch ein Schloss gesichert werden. Da benötigt ein potentieller Dieb schon etwas besseres Werkzeug.

Schuhe nehmen viel Platz in Anspruch. Deswegen ziehen wir die (globigen) Wanderschuhe auf den Transit-Strecken an und packen die platzsparenden FlipFlops und Allrounder in das Gepäck.

Wir packen die Backpacks strategisch: Wenn wir Stop-Over planen, wird alles wesentliche für die Tage in der Stop-Over-Stadt in einen Backpack gepackt, sodass der andere am Flughafen in einem Schließfach bleiben kann. Das erleichtert die Beweglichkeit vor Ort ungemein.

Speziell für das Baby

Wir nehmen neben der Kraxe auch die Babytrage mit. Das dient zum einen der Abwechselung für uns, zum anderen für unseren Sohn. Außerdem ist die Babytrage an Bord des Flugzeugs bei Langstreckenflügen unglaublich praktisch, wenn das Kind sein Dasein in einer Babytrage liebt wie unser Sohn es tut (und den Sitzplatz und die Enge gerade gar nicht).

Außerdem nehmen wir ein Reisebett beziehungsweise -zelt mit. Das ganze ist sehr leicht, sehr klein und sehr praktisch. Es dient gleichzeitig als Reisebett, Mückenschutz und auch als Strandmuschel (inklusive Sonnenschutz).

Dort kaufen

Diese Liste befindet sich gerade noch im Beta-Draft-Entwurf-Status. Wir reisen das erste Mal eine so lange Zeit mit einem Camper und werden an dieser Stelle noch viel lernen. Das gibt es dann in weiteren Beiträgen zu lesen.

Unser Fazit

Das hier ist unsere Liste. Wie gesagt, ist diese auch immer einer iterativen Anpassung unterlegen. Die Packliste von anderen Reisenden wird vermutlich – oder sogar sehr wahrscheinlich – an der einen oder anderen Stelle anders aussehen.

Was ist für Euch unverzichtbar? Was gehört bei Euch unbedingt in einen Rucksack und was bleibt definitiv zu Hause?

Teile diesen Artikel!

Über den Autor

... ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

7 Kommentare

  1. Pingback: Reisen mit Kind - Los geht's! - Das STA Travel Blog

  2. Hallo ihr Drei,
    Tolle Homepage habt ihr da :-). Mein Mann hat entgegen aller Erwartungen kurzfristig 2 Monate Elternzeit nehmen können, sodass wir jetzt spontan einen Trip nach Australien oder Neuseeland (konnten uns noch nicht entscheiden…) planen (5-6 Wochen, Oktober, daher wahrscheinlich eher AUS, da wärmer). Wir sind sehr reise-erfahren, allerdings ohne Kind. Da kam diese Seite gerade recht. Unser Sohn wird dann 10 Monate alt sein.
    Habe folgende Fragen zu eurer Packliste:
    – was ist das erwähnte Reisebett-Zelt-Strandmuschel?
    – hattet ihr keinen Kinderwagen dabei? Habe an anderer Steller dieser HP was von Mountain Buggy gelesen… Kraxe haben wir die gleiche wie ihr, aber bisher nicht im Einsatz, da unser Sohn noch nicht richtig sitzen kann… Ich weiß nicht, ob sich das innerhalb der nächsten paar Wochen noch hinreichend verbessert… Manduca kommt auf jeden Fall mit. Ich weiß nicht, ob die Fluggesellschaft Kinderwagen und Kraxe erlaubt. Autositz wollten wir vor Ort mieten.
    – wie sieht es mit Brei/Schmelzflocken in AUS/NZ aus? Bzw. Milchpulver für die abendliche Flasche?
    – geht auch Koffer oder empfehlt ihr die Reiserucksäcke? Was lässt sich im Camper besser verstauen?

    Ansonsten super Packliste, unsere sieht sehr ähnlich aus. Sogar die Reise-Wäscheleine fehlt nicht :-). Wir haben immer noch unsere Seiden-/Hüttenschlafsäcke dabei.
    Wahnsinn, dass ihr das ganze Gepäck für euch 3 in nur 2 Aufgabegepäckstücke gepackt habt – Kompliment :-). Weiß noch nicht, ob uns das gelingen wird.

    Viele Grüße,
    Steffi

    • Hi Steffi, tolles Vorhaben!
      Wir hatten keinen Kinderwagen mehr dabei. In den Städten haben wir ggf. mal einen Wagen im Hotel geliehen, oder eben die Kraxe oder den ErgoBaby genommen. Paul war jedoch auch 12 Monate alt, als wir los sind. In der Regel kann man 2 Kinder-Sperr-Gepäck-Stücke aufgeben, also Kraxe und Kinderwagen sollte kein Problem sein. Das kannst Du aber auch nochmal bei der Airline nachfragen.
      Brei, Flocken und Milch gibt es in beiden Ländern in den großen (riesigen) Supermärkten auf jeden Fall.
      Wir empfehlen immer Rucksäcke, gerade in kleinen Campern sind diese auch einfacher zu verstauen. Koffer gehen aber natürlich auch immer. Welchen Camper-Van Typen werdet ihr wählen?

      Liebe Grüße
      David

      • Haben uns für Australien entschieden – wärmer! Wollen von Cairns bis Whitsunday Islands, dann zurück nach Cairns, Flug nach Melbourne und Fahrt nach Sydney. Lohnt es sich denn, von den Whitsundays bis nach Brisbane zu fahren? von Airlie Beach bis Fraser Island ist ja ziemlich viel Strecke, und wir waren uns auch unsicher, ob wir mit Niklas überhaupt Fraser Island mit 4WD in Angriff nehmen wollen…

        Wegen Camper haben wir uns noch nicht entschieden… die ohne Dusche/WC sind so viel günstiger. Allerdings ist das ja schon komfortabel, wenn man das hat, vor allem sind die Fahrzeuge so viel größer (Stauraum!! Wir haben ja den Kinderwagen dabei). Ich glaube, ihr hattet geschrieben, dass ihr die Dusche kaum genutzt habt, richtig? Habt ihr da ne klare Empfehlung? Worüber habt ihr gebucht?

        • Also die Strecke von Cairns bis Brisbane ist definitiv sehr schön. Eine gute Wahl. Ich würde jedoch angesichts des Alters sagen, dass Fraser Island schon eine harte Nummer werden könnte. Dazu noch die Zeit in Betracht gezogen, würde ich fast raten nicht bis Brisbane zu fahren und lieber mehr Zeit im Norden und zwischen Melbourne und Sydney zu verbringen.

          Wir finden, dass generell ein kleiner Camper (z.B. Mighty Double Down) durchaus ausreichend ist mit einem kleinen Kind. In Australien – durch die Wärme – ist jedoch ein großer Camper (z.B. Mighty Big Six) mit Klimaanlage sehr angenehm. Auch, weil ihr dann mehr Platz habt und auch Abends mal drin sitzen könnt (falls ihr die Australische Tierwelt meiden möchtet ;-)). Wir hatten übrigens den Double Down gebucht und den Big Six bekommen – war also Zufall.

          Wir haben Mighty über STA Travel gebucht.

          Viele Grüße
          David

  3. Sorry hatte den Link zum Reisezeltbettstrabdmuschel übersehen. Hat euer kleiner da tatsächlich drin geschlafen? Im Gang vom Camper? Oder bei euch im Bett? Wie ist das von der Belüftung (unser Kleiner ist ein kleiner Hitzeofen)?

    • Die Muschel haben wir nicht so häufig gebraucht. Nur ein paar Nächte in Hotels, in denen es kein Bett für ihn gab. Im Camper hat er mit bei uns im Bett geschlafen. Das hat besser funktioniert.

      Liebe Grüße
      David

Hinterlasse eine Antwort