Für den Abschluss unserer Reise bis ans Ende der Welt haben wir einen entspannten Aufenthalt auf Phuket gewählt. Wir kannten bereits andere Ecken von Thailand von früheren Reisen und wollten den Fokus in den letzten Tagen unserer Reise auf Erholung und Familienzeit legen. Das ist uns dort auch gelungen, wenngleich Phuket nicht auf der Liste von Reisezielen steht, die wir noch einmal besuchen möchten.

Phuket ist eine der Touristenregionen in Thailand. Das hat ein paar Vorteile, aber aus unserer Sicht auch deutliche Nachteile. Nachteile, die nicht alle Reisenden so sehen müssen wie wir und Nachteile, die auch umgangen werden können.

Der Vorteil: Phuket ist im Grunde wunderschön

Der Vorteil: Phuket ist im Grunde wunderschön

Wenig echtes Thailand: Phuket ist sehr touristisch und viele Orte und Einrichtungen sind rein für diesen Zweck entstanden. Wer echtes Thailand erleben will, wird es hier schwer haben.

Teuer: Die Menschen, oder besser Geschäftsleute, in Phuket haben sich auch preislich vollkommen auf den Tourismus eingestellt. Nicht selten sind es europäische Preise, die auf Märkten und Restaurants verlangt werden. Vor allem innerhalb der Resorts wird die bequeme Sicherheit direkt in die Preise eingerechnet. Ein Phad Thai, dass in weniger touristischen Gefilden vielleicht 40 – 50 Baht (1 Euro) kostet, gibt es dann schnell für 250 – 400 Baht (6 – 10 Euro). Taxifahrten sind weit über den Preisen, die sich sonst in Thailand finden lassen, angesiedelt. Zudem sind die Preise offenbar „abgestimmt“, sodass es bis auf die Pickups zum Aufspringen oder Selberfahren keine Alternativen gibt.

Dreckig: Es ist wohl kein Geheimnis, dass viele Länder in Südost-Asien ein Müllproblem haben. Die Entsorgung der Massen ist eine Mamutsaufgabe, der diese Länder zum Teil nicht gewachsen sind. So finden sich an den vermeidlichen Traumstränden und entlang der Straßen unzählige Plastikflaschen, Tüten, Essensreste und vieles mehr wieder.

Wie wir damit umgegangen sind?

Raus aus den reinen Tourismus-Zentren. Wir haben nur selten etwas im Resort gegessen, da wir lieber kleine, einheimische Länden in der Nähe besucht haben. Läden, in denen auch Einheimische Menschen essen gehen, in denen marktübliche Preise verlangt werden und die einen herzlichen Service bieten.

So waren wir häufig bei einem kleinen Restaurant in der Nähe unserer Bleibe, das traditionell thailändisch gekocht hat und mich so überzeugte, dass ich dort sogar eines meiner Vorhaben erfüllen konnte: einen Kochkurs mit Locals in Thailand.

Kochen mit Locals

Kochen mit Locals

Und es lohnte sich! Ich hatte mit der Besitzerin und Köchin des kleinen Restaurants einen Privatkurs statt einer Gruppen-Übung in einer Hotel-Küche und konnte die Gerichte, die ich kochen wollte frei von der Karte wählen. Die Zutaten kamen vom lokalen Markt oder direkt aus dem kleinen Garten hinter der Küche. Das war das Thailand, das ich wieder erleben wollte.

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

Ich machte Papaya Salat, kochte unser geliebtes Phad Thai und eine Tom Yang Koong Suppe und lernte dabei viel über die thailändischen Zutaten und die Art zu kochen. Ein gelungener Tag.

Phad Thai

Phad Thai

Das Ergebnis: meine drei Gerichte

Das Ergebnis: meine drei Gerichte

Eva hatte unter dessen noch ein anderes Vorhaben ins Auge gefasst. Schon längere Zeit haben wir beide mit dem Gedanken gespielt das Kiten zu lernen. Ein Sport, der Wasser und Wind verbindet und schon immer spannend auf uns wirkte. In der Nähe unseres Resorts gab es eine Kite-Schule und so lag es nahe, dass Eva es hier versucht. Doch es gab keinen Wind. Die Aussicht zeigte jedoch, dass Wind im Laufe der Woche aufkommen sollte. Es galt also zu hoffen und zu warten.

Das „Warten“ verbrachten wir mit kleinen Ausflügen ins Umland, aber vor allem am Pool, am Meer, im Spielzimmer des Resorts oder am Kinderpool. Auch wenn wir nicht viel unternommen haben, verging die Zeit sehr schnell und die Tage mit Wind rückten näher.

Und tatsächlich: Es gab ausreichend Wind und Eva startete ihren dreitägigen Kite-Kurs. Paul und ich besuchten sie dabei hin und wieder und überzeugten uns von den Fortschritten (neben den üblichen Aufgaben: baden, laufen üben, spielen, eine Mütze Schlaf zum Mittag nehmen).

Ersteinmal den Kite halten und steuern lernen. Erst später geht es auf das Board.

Ersteinmal den Kite halten und steuern lernen. Erst später geht es auf das Board.

Nach drei Tagen hatte Eva die Theorie verstanden, den Kite lange genug in der Luft gehalten und schließlich die ersten Fahrversuche erfolgreich überstanden. Eine kleine Karte bestätigt ihr nun dieses Können. Definitiv ein Sport, der ihr Spaß macht und den ich auch gern lernen möchte. Paul muss darauf wohl noch ein wenig warten.

Und so sieht es dann final aus.

Und so sieht es dann final aus.

Ansonsten stand für uns die Erholung im Vordergrund. Yoga am Meer, Massagen und entspannte Familienzeit waren der Mittelpunkt der letzten Wochen.

Ein netter Ort für Yoga

Ein netter Ort für Yoga

Das Ende der Reise

Die vier Monate auf Reisen durch Singapur, Australien, Neuseeland und Thailand haben uns als Familie noch stärker gemacht. Paul hat die Qualitätszeit mit uns sehr genossen. Die Erfahrungen, die wir als Familie entlang des Weges gemacht haben, kann uns keiner nehmen. Die Zeit, die wir glücklich an so wunderschönen Orten der Welt verbringen durften, wird uns immer bereichern.

Nach 10 Flügen, mehr als 12.000km in Camper-Vans und mehr als 45.000km Reisestrecke gesamt stehen wir wieder in Berlin am Bahnhof. Es liegt Schnee, es ist dunkel und kalt. Und es fühlt sich gut an. Nach-Hause-Kommen ist etwas ganz Besonderes. Einem Teil von uns fällt es ganz offensichtlich auch schwer die Zeit unterwegs jetzt (vorerst) abzuschließen, ein großer Teil umarmt jedoch auch das Gefühl nach Hause zu kommen. Die vertraute Umgebung, Familie, Freunde. Unser Basis-Camp. Der Ausgangspunkt dieser Reise und die Basis für die Planung von weiteren Abenteuern in unserer Welt.

Wohin geht es als nächstes?

Die Liste in unseren Köpfen ist lang. Wir brauchen vermutlich erst einmal etwas Zeit uns darüber genauere Gedanken zu machen. Aber Patagonien soll ja schon ziemlich nett sein. Und auch sehr nah am Ende der Welt.

 

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Über den Autor

... ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

5 Kommentare

  1. Hallo zusammen :),
    ich habe gehört, dass Phuket wieder „ursprünglicher“ werden möchte, mit kleinen Hotels und weniger Massentourismus. Ist davon schon etwas angekommen? Sonst wäre Phuket für uns kein lohnenswertes Ziel, weil wir auch lieber abseits der Touristenmassen verweilen.

    Liebe Grüße,
    Isabelle

    • Hallo Isabelle. Danke für Deinen Kommentar. In Phuket war für uns kein Anzeichen dafür erkennbar. Ich würde jemanden, der sich für die Ursprünglichkeit interessiert von diesem Reiseziel abraten.

      Viele Grüße,
      David

  2. Liebe David,

    ich freue mich, dass ich durch deinen Kommentar auf meinem Blog, deinen Blog entdeckt habe. Ihr habt ja wirklich eine traumhafte Reise hinter euch – und ich bin gespannt, wie es weitergeht!

    LG Antje

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