Heute, mit etwas Abstand zu unserer Zeit in Australien, haben wir wieder einmal über einzelne Erlebnisse, Orte und Begebenheiten gesprochen und kurzerhand beschlossen einen Artikel über die sieben Plätze zu schreiben, an denen wir besonders schöne, ruhige, naturbelassene oder ereignisreiche Tage verbracht haben.

Entlang der australischen Ostküste gibt es unzählige Möglichkeiten zu Campen. Im Wesentlichen haben wir die Plätze in drei Arten unterschieden: Big4, andere Holidayparks und Nationalparks.

Big4 ist eine Kette von Holidayparks, die in Australien sehr verbreitet ist. In jedem größeren Ort an der Ostküste ist wohl einer dieser Parks zu finden. Die Ausstattung ist für diese Parks häufig sehr vergleichbar und auf Familie ausgerichtet. Es gibt normalerweise ein Pool, Grillbereiche, gute Toiletten und Duschen und für die Kinder noch Beschäftigung in Form eines Spielplatzes, häufig auch einen Wasserspielplatz, ein riesiges Hüpfkissen und sogar ein wenig Programm. Die Parks sind recht teuer, bei den australischen Temperaturen durch den vorhanden Pool und Wasserspielplatz jedoch auch angenehm.

Mit der Gruppe „Andere Holidayparks“ meinen wir kleinere Holidayparks, die nicht zu größeren Ketten gehören und vielleicht auch mal weniger bieten. Manchmal sind diese jedoch schöner und ruhiger gelegen und dabei auch noch günstiger.

Und dann gibt es noch die Campingplätze in australischen Nationalparks. Diese sind häufig sehr günstig und die Anmeldung erfolgt online oder über einen Ranger vor Ort. Das ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich und kann auf der jeweiligen Webseite des Nationalparks nachgelesen werden. Diese Plätze sind in der Regel sehr klein, in der Natur und abgelegen und bieten keinen Komfort. Nur ein Plumps-Klo. Dafür wurden wir immer mit einer Lage in der tollen Natur des Nationalparks und mit zahlreichen Tier-Begegnungen belohnt.

Wir konnten allen dieser Varianten etwas abgewinnen und Vor- und Nachteile erkennen, daher ist unsere Liste unserer sieben liebsten Plätze an der australischen Ostküste auch eine bunte Mischung geworden.

Die Übersicht: Unsere sieben liebsten Plätze zum Schlafen an der Australischen Ostküste

Die Übersicht über die vorgestellten Plätze

Die Übersicht über die vorgestellten Plätze

 

 

1 Magnetic Island – B&B bei Robyn und Phil

Wir beginnen unsere Liste direkt mit einer Ausnahme: Ein Bed & Breakfast. In Australien gab es zwischen Cairns und Sydney für uns nur eine Nacht, die wir nicht in unserem Camper verbracht haben. Diese eine Nacht verbrachten wir auf der wunderschönen Insel Magnetic Island in einem Bed & Breakfast. Unsere Gastgeber Robyn und Phil waren sehr herzlich und haben und nicht nur viel über die Insel berichten können, sondern auch unsere Verzweiflung bekämpfen können, dass wir auf der Wanderung, bei der wir garantiert auf Koalas treffen sollten, keine gesehen hatten.

Robyn kannte die Umgebung wie ihre rechte Westentasche und führte uns zu einer Ansammlung von Bäumen, in der wir dann doch noch Koalas in freier Wildbahn sehen durften. Nicht nur Paul war hin und weg.

Koala Baby

Koala Baby – sicherte Magnetic Island einen Platz auf dieser Liste

2 Airlie Beach – Island Gateway Holiday Park

Der Island Gateway Holiday Park liegt etwas außerhalb des sonst recht belebten Städtchen Airlie Beach. Dafür ist er auch nicht so groß, bietet schöne Stellflächen und einen kleinen Pool. Zu Fuß konnten wir in etwa 15 Minuten zur Promenade nach Airlie laufen und dort die wunderschöne Lagune zum Baden nutzen, in einem der guten Restaurants (Mr. Bones!) essen und ein wenig einkaufen.

Laguna in Airlie Beach

Lagune in Airlie Beach

Außerdem diente Airlie Beach als beste Ausgangsposition um die Whitsunday Islands zu entdecken, die uns einfach nur sprachlos hinterlassen haben. So weiße Strände und Schnorchelgebiete haben wir selten oder noch nie gesehen.

Blick vom Hill Inlet

Whitsunday Islands

3 Cape Hillsborough Nationalpark – Smalley Beach

Der erste Nationalpark auf unserer Liste und der Ort, an dem wir eine der schönsten Wanderungen in Australien starteten. Am Smalley Beach sind wir einer von insgesamt vier Campern, die in dieser Nacht mit direkter Meereslage für nur 10$ in diesem wunderschönen Nationalpark übernachten.

Am nächsten Morgen wandern wir den Andrews Point Track, der uns bei bestem Wetter zu verschiedenen, sehr schönen Aussichtspunkten führt und bei Ebbe über den Strand-Weg zurück. Hier ist Timing (die Gezeiten!) wichtig, da sonst der Weg vom entferntesten Punkt der Strecke der Gleiche wie auf dem Hinweg ist.

Andrews Point Track: Bei Ebbe am Strand entlang den Rückweg antreten

Andrews Point Track: Bei Ebbe am Strand entlang den Rückweg antreten

 

4 Elliot Heads

Einer der schönsten Plätze überhaupt: der Elliot Heads Holidaypark. Warum? Das können wir gar nicht so genau sagen. Die Lage in der Nähe der Stadt Bundaberg und direkt am feinen Sandstrand ist gut, der kleine Ort bietet nicht viel außer eine Möglichkeit Lebensmittel einzukaufen, jedoch reichte das.

Wir hatten hier eine sehr schöne und entspannte Zeit und eine Menge an netten Kontakt mit Australiern, die sehr daran interessiert waren, was wir mit unserem kleinen Paul am anderen Ende der Welt so machen. Ein Mann war sogar so ins Gespräch mit uns vertieft, dass er sich mit der linken Handfläche auf die heiße Grilloberfläche lehnte. Den Schmerz ließ er sich kaum anmerken, als er nach kurzem Wedeln und Fluchen schon die nächste Frage stellte…

5 Emerald Beach

Emerald Beach und der dortige Holiday Park waren ein Tipp, den wir von Australiern bekommen hatten. Es ging beim Inhalt der Empfehlung vor allem darum, dass es dort unzählige Kängurus in der Nähe geben sollte. Und es stimmte!

Eva traf beim Joggen auf eine ganze Gruppe der hüpfenden Tiere und zeigte sie am nächsten Tag auch Paul und mir. Super!

Kängurus

Kängurus in freier Wildbahn!

6 Smokey Cape

Am Fuße des Smokey Cape Lighthouse gibt es einen kleinen Campingplatz in diesem Nationalpark, der wieder vollkommene Einsamkeit in schönster Natur bietet. Wir wanderten zum Leuchtturm hinauf und trafen auch da wieder auf Kängurus aber auch auf eine Python.

Hier haben die Kängurus auch eine nette Aussicht

Hier haben die Kängurus auch eine nette Aussicht

Wer findet die Python?

Wer findet die Python?

 

7 Booti Booti National Park – Camp Elim

Camp Elim schaffte es auf die Liste aus reiner Sympathie für die Arbeit des Besitzers. Das Camp wird durch die Kirche finanziert und unterstützt und fällt damit völlig aus dem Preis-Raster der anderen australischen Campingplätze. Der Platz ist günstig, das Personal wirklich nett und die Lage zwischen einem großen See und dem Meer auf einem dünnen Landarm fantastisch. Wir waren nur eine Nacht dort, würden aber definitiv wieder kommen.

Hast Du weitere Empfehlungen für Campingplätze oder Alternativen an der australischen Ostküste? Lass es uns gern in dem Kommentaren wissen.

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Über den Autor

… ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

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