Wir leben in einer Zeit, in der wir kaum noch ohne Telefon unterwegs sind. Unsere täglichen Begleiter werden dabei immer intelligenter und bieten mehr und mehr Funktionalitäten und Apps, die uns auch auf Reisen nützlich sein können. Ein paar dieser Apps aus der Kategorie Tracking und Planung, die wir auf unseren Reisen und für den Blog nutzen, wollen wir heute vorstellen.

TripLine: Routen planen und dokumentieren

Du möchtest eine Route planen und digital aufzeichnen, doch Google Maps ist nicht ausreichend, da es sich nicht nur um Landwege handelt?

Hier kann Tripline Abhilfe schaffen.

Während Du bei Tripline Deine Route planst, kannst Du fortwährend die Fortbewegungsart wählen. Somit verbindet Tripline die Punkte Deiner Reise als Landweg über die verfügbaren Straßen oder eben als direkte Verbindung im Falle von Flügen.

Die von Dir gezeichneten Karten kannst Du außerdem mit mitreisenden oder Freunden teilen und erhälst unter anderem die Gesamtstrecke Deiner Reise in Kilometern angezeigt.

Für uns ist Tripline vor allem für die Dokumentation von Routen und die Darstellung hier auf der Seite hilfreich.

Unser Schottland-Roadtrip in der Übersicht – erstellt mit Tripline

Endomondo: Bewegungen tracken

Wir wandern auf Reisen gern.

Diese Wanderungen halten wir mit Hilfe von Endomondo fest. Natürlich gibt es unzählige Sport-Tracking Apps und Endomondo ist nur ein (ganz gutes) Beispiel. Die Wahl der richtigen Sport-Tracking App ist wohl zuweilen eine Glaubensfrage.

Für uns erledigt die App jedoch einen Grundlegenden Sinn: Sie dokumentiert unsere Strecke, die Bewegungszeit, die zurückgelegte Strecke sowie Tempo und Höhenmeter. Das lässt uns am Ende neben den subjektiven Eindrücken zur Wanderung auch objektive Werte in unsere Beschreibung einfließen.

Spendee: „Wieviel hat die Reise nochmal gekostet?“

Nicht nur diese Frage kann Dir die App Spendee beantworten. Wir nutzen Spendee gemeinsam und erfassen unsere Kosten mit Hilfe dieser App.

Wiederkehrende Kosten kannst Du bequem in der App vorplanen. Einmalige Kosten trägst Du in wenigen Sekunden direkt am Telefon ein. Solltest Du auf Reisen sein und nicht permanent Online ist das auch kein Problem: Die App synchronisiert bei der nächsten bestehenden Verbindung.

Durch die Kategorisierung und die guten Auswertungsmöglichkeiten (und die Exportfunktionalität nach Excel) kannst Du beliebig tief in Deine Daten eintauchen und Dein Verhalten im Alltag oder in konkreten Situationen (z.B. auf Reisen) auswerten.

Durch Spendee behälst Du einfach einen Überblick über Deine Kosten. Das hilft vor der Reise um Geld zu sparen als auch auf der Reise, um genügend Transparenz über Dein Budget zu bewahren.

Spendee ist leicht und schnell zu bedienen und hilft Dir den Überblick zu behalten

Google Maps

Echt jetzt? Ja, Google Maps.

Google Maps für die Navigation

Auch wenn wir 2017 haben, sind weiterhin Roaminggebühren an der Tagesordnung im Ausland. Deshalb ist es dienlich vor allem beim Einsatz von Datendiensten im Ausland sparsam zu sein. Dennoch wollen wir ungern auf Google Maps für die Navigation verzichten.

In der Regel laden wir die Route noch im Hotel oder der Airbnb Wohnung vor, bevor wir dann (ohne Datendienste) losfahren. Solange Du auf der Route bleibst, wird Google Maps weiterhin mit Dir reden und Dich zum Ziel führen.

Doch was ist dann am Ziel? Google Maps Offline nutzen.

Auch hierfür gibt es eine Lösung. Zoome bei Google Maps in den Zielbereich, zum Beispiel die Stadt Porto. Tipps dann in das Suchfeld „OK Maps“ ein. Google Maps wird diesen Kartenausschnitt offline verfügbar machen. Sobald Du in Porto angekommen bist, kannst Du also die Kartendaten vor Ort auch ohne Internetverbindung nutzen.

Und was kann Google Maps noch?

Der Google Konzern scheint mittlerweile alles zu können. Grundlegend für diese Wahrnehmung ist das schier unendliche Meer an Daten, dass für die Erstellung und Funktionen der Produkte genutzt wird.

So kann Google Maps die ortsbezogen auch Sehenwürdigkeiten, Restaurants und Hotels vorschlagen. Hilfreich ist auch die Anzeige von „ATM“ (Geldautomaten) in der Karte.

Für die Restaurantsuche nutzen wir jedoch zumeinst zusätzlich Trip Advisor.

Locus Map: Wenn Du genau weißt, wo es lang gehen soll

Google Maps hat viele Stärken, doch bei Radwanderwegen kennt es seine Grenzen.

Da kommt es gerade recht, dass beim Kauf von Radwanderkarten häufig der Download einer GPX Datei inkludiert ist. Diese Datei enthält in digitaler Form alle Streckenpunkte und Informationen, um die Strecke über eine digitale Karte legen zu können.

Doch welche App eignet sich für diesen Anwendungsfall?

Wir haben gute Erfahrungen auf unserer Radtour mit Kind und Zelt durch Brandenburg mit der App Locus Map gemacht. Diese stellt die zu importierende GPX Datei sauber auf einer Karte da und lässt sich auch auf dem Rad gut bedienen. Wir haben uns dank der App immerhin ein paar Mal weniger verfahren.

Locus Map mit importierten GPX Dateien von Radfernwegen in Brandenburg

Foto Apps: Wo ist das Foto nochmal entstanden?

Hin und wieder muss es auch gar keine gesonderte App sein. Sei es die Foto App auf dem iPhone oder die Google Foto App auf einem Android Telefon, beide haben eine für Reisen hoch interessante Funktion: Sie nehmen (sofern nicht deaktiviert) die GPS Koordinaten zum Foto auf. Damit ist es am Ende möglich genau auf einer Karte anzuzeigen wo welches Deiner Fotos entstanden ist.

Wenn ich mich früher immer mal gefragt habe wo ein bestimmtes Foto entstanden ist, konnte der Weg bis zur Erkenntnis auch einmal lang und steinig sein.

Heute kann ich dies innerhalb von Sekunden auf meinem Telefon nachsehen.

Für digitale Spiegelreflexkameras (ohne GPS Modul)

Natürlich gilt das nicht für meine eigentliche Kamera (dort würde ich ein zusätzliches GPS Modul benötigen, das unglaublich teuer ist).

Doch auch dafür gibt es einen Workaround: Du kannst Deine Wege mit einer App wie Endomondo aufzeichnen. Wenn Du später die Bilder von Deiner Kamera nach Lightroom importierst kannst Du zusätzlich die GPX Dateien von Endomondo herunterladen und ebenfalls in Lightroom einspielen. Lightroom kann dann die beiden Informationen verbinden und die Fotos und Orte in einen Zusammenhang bringen.

Notwendige Voraussetzung: Die Kamera und Telefonzeit muss unbedingt genau gleich sein. Abweichungen dabei führen sonst auch zu Abweichungen in der Ortszuordnung.

PolarSteps

PolarSteps habe ich erst kürzlich entdeckt und noch nicht testen können. Jedoch möchte ich es hier erwähnen, da es einen guten Eindruck auf mich macht und viele der vorab in einzelnen Apps genannten Punkte in einem Produkt verbindet.

PolarSteps trackt Deine Route ohne dass Du aktiv am Telefon sein musst. Außerdem kannst Du Deine Reise mit Freunden und Familie teilen, indem Sie Dich auf der Reise digital begleiten können (sehen können wo Du gerade bist) und Du Deine Reise direkt dort mit Fotos hinterlegen kannst.

Am Ende der Reise kannst Du dort sogar direkt ein Buch über Deine Reise bestellen, das sowohl Deine Route als auch die während der Reise aufgenommenen Fotos beinhaltet. Klingt aus meiner Sicht spannend und wird auf der nächsten großen Reise bestimmt von uns getestet.

 

Nutzt Du noch weitere spannende Tracking- oder Planungsapp? Lass es uns gern in den Kommentaren wissen.

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Über den Autor

... ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

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