Vorfreude ist die schönste Freude. Dieses Sprichwort wird sehr häufig im Zusammenhang mit Reisen verwendet. Oftmals ist dabei gemeint, dass die ganze Vorbereitung, Planung und Buchung schon einen wesentlichen Teil der Freude ausmacht. Wir hingegen planen nicht gern detailliert vor und stellen auch immer wieder schnell fest, dass uns auch die Suche und Buchung wenig Freude bereitet. Wir fokussieren uns dann lieber auf das Reisen selbst.

Wenn ich mir die Frage stelle, warum bei uns so schnell die Lust zur Planung und Vorbereitung vergeht, liegt das zum großen Teil daran, dass wir gern einfach vor Ort erkunden, anstatt einen definierten Plan abzuspulen. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass die schiere Unendlichkeit der Informationen, die wir heute zur Verfügung haben, immer den Eindruck vermitteln ohnehin – egal mit welchem Aufwand – etwas zu verpassen. Und das ist aus meiner Sicht ein frustrierendes Gefühl.

Natürlich hat sich mit der Zeit ergeben, dass wir dennoch etwas planen und vorbereiten, jedoch haben sich dafür bei uns ein paar feste Quellen herausgestellt, um den Fokus zu behalten. Bei einzelnen Aspekten, die wir so nicht beleuchten können, gehen wir dann in eine offene Recherche oder überlassen es unseren Zukunfts-Ichs das vor Ort mit Hilfe von Locals zu ergründen.

Gerade jetzt planen wir für die anstehende Elternzeit, in der wir drei Monate unterwegs sein werden. Für einen solche langen Zeitraum eine detaillierte Planung zu erstellen, erscheint uns fast unmöglich. Dennoch wollen wir uns schon vorab ein paar Dinge zurechtlegen, die wir grundsätzlich in Betracht ziehen. Dazu haben wir ein paar Tools, die wir dafür verwenden.

Rundreiserouten als Anfangspunkt

Eine Inspirationsquelle und Ansatzpunkt, um ein gänzlich fremdes Gebiet zu erkunden und selbst einen Plan zu schmieden, können aus unserer Sicht Routenvorschläge aus geführten Touren sein.

Wie gesagt, verwenden wir solche Touren – zum Beispiel von STA Travel für die australische Ostküste – jedoch nur als Ansatzpunkt. Nur als Ansatzpunkt vor allem aus einem Grund (und den tragen die meisten Routen schon in ihrem Namen): Sie sind fokussiert auf touristische Highlights und führen Dich selten fernab der ausgetretenen Pfade. Bitte nicht falsch verstehen, diese Touren und Ziele haben einen Reiz und die Highlights sind auch nicht ohne Grund ein Highlight, wir wollen jedoch in vielen Fällen mehr vom Land erleben und uns nicht ausschließlich auf diese Highlights begrenzen.

Um diesen Aspekt mit in die Planung einzubringen, benötigt es mehr Recherche. Oder einen Dienst, der Routenvorschläge mit Geheimtipps kombiniert. Und genau das ist TrustYourTrip. Die Platform basiert auf Nutzer-Content und bietet basierend auf deren Erfahrungen von Nutzern erstellte Routenvorschläge, von Reisenden für Reisende. Desweiteren werden diese Routenvorschläge von den Nutzern mit echten Empfehlungen (zum Beispiel für Unterkünfte und Restaurants) versehen und können von anderen Nutzern bewertet und kommentiert werden. Damit füllt TrustYourTrip eine wesentliche Lücke in der Reiseplanung und -vorbereitung – zumindest bei uns.

Etappenplanung bei einem Roadtrip mit Kind

Wie weit kommen wir, wenn wir mit einem Wohnanhänger unterwegs sind und am Tag nicht mehr als drei Stunden fahren wollen? Eine Frage, die häufig gar nicht so leicht zu beantworten ist, vor allem wenn die Möglichkeiten fast unendlich sind.

Mit der How Far Can I Tavel Map auf FreeMapTools haben wir einen guten Lösungsansatz für uns gefunden. Durch Angabe der durchschnittlichen Geschwindigkeit (ich nehme für das Fahren mit einem Anhänger etwa 60km/h an) und der gewünschten Fahrzeit sowie einen Ausgangspunkt, beginnt das auf Google Maps basierende Modul alle möglichen Wegstrecken zu berechnen und zeichnet ein Polygon auf der Karte ein, das auf Grund der Verkehrswege eine recht exakte Abbildung der Möglichkeiten zulässt. Auf diese Weise können wir grob antizipieren in welchem Gebiet wir nach einem Campingplatz suchen sollten.

Go Next – Immer den Links entlang

Go Next in WikiVoyage kann helfen um herauszubekommen, welcher Stop sich in der näheren Umgebung anbietet. WikiVoyage hat am Ende der Seiten zu Orten, Sehenswürdigkeiten und Gebieten stets einen Teil “Go Next”. Bin ich also beispielsweise – wie im Link oben angenommen – in Queenstown (Neuseeland), so kann ich von dort erfahren, dass es sich lohnen könnte nach Arrowtown zu fahren oder aber nach Glenorchy. Beides tolle Ziele in der Umgebung.

Von dort kann ich dann auch – und das immer wieder – in der Go Next Sektion nachschauen, wie ich mit meiner Route weitermachen kann. Im Grunde endlos. Auch das sind gute Anhaltspunkte für die Routenplanung und auch hier sind einige gute Insidertipps dabei, da es sich ebenfalls um eine Menge Nutzerinhalte handelt.

 

Welche Tools – abseits der Standards – nutzt Du noch für das Planen und initiale (virtuelle) Erkunden der Möglichkeiten? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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Über den Autor

... ist leidenschaftlicher Fotograf und immer auf der Suche nach wundervollen Motiven. Außerdem ist er begeistert von Webtechnologien und hat zu diesem Thema mehrere Artikel in Expertenzeitschriften veröffentlicht. Fotografische Highlights der bisherigen Reisen waren für ihn Hawaii (auf Grund der Vielfältigkeit), Indien und Nepal. Folge uns auf Facebook und abonniere unseren Newsletter.

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