Unzählige neue Tierarten, interessante und liebenswerte Menschen, beeindruckende Inseln und atemberaubende Strände prägten unsere vergangenen sieben Tage.

Kookaburras frühmorgens in Rollingstone

Wir hatten einen wirklich schönen Campingplatz in Rollingstone, der erstmals auf unserer Strecke direkt am Meer lag und offenbar nicht nur Krokodile (durch die Nähe zu einer Flussmündung) sondern sogar den australischen Kookaburra anzieht.

Big4 Rollingstone

Big4 Rollingstone: Direkt am Meer

Kookaburra

Der Kookaburra

Zunächst waren wir hauptsächlich von seinen neon blauen Flügeln beeindruckt, aber auch sonst ist der umgangssprachlich auch lachender Hans genannte Eisvogel sehr beeindruckend. Er soll vor allem in den frühen Morgenstunden und zur Abenddämmerung seinen markanten Ruf ausstoßen, der wie ein Lachen klingt und der Legende der Aborigines nach, dazu dient, dass die Menschen den Sonnenaufgang nicht verpassen.

Wir freuen uns einfach über diesen Anblick und genießen es, wie selbstverständlich wir hier auf Tiere treffen, die wir sonst nur mit Mühe in deutschen Zoos sehen würden.

Weiter geht es dann für uns nach Townsville. Wir wollen uns die kleine Küstenstadt ansehen und vor allem von hier aus zu den Magnetic Islands aufbrechen.

Townsville

Townsville

Doch auch Townsville kann sich sehen lassen. Es ist eine nette kleine Stadt am Meer direkt am Fuße eines 286-Meter hohen roten Castle Hill. Townsville versprüht auf uns seinen Charme. Wir genießen den Abend auf Spielplätzen direkt an Strand und brechen am folgenden Vormittag mit der Fähre nach Magnetic Island auf.

Wasserspielplatz in australischen Küstenorten

Auch in Townsville: Wasserspielplatz in australischen Küstenorten

Koalas und Papagein fast überall auf Magnetic Island

Wir haben uns vorgenommen die Insel genauer anzusehen und haben deshalb entschieden, eine Nacht in einem Bed & Breakfast zu übernachten. Robyn, die Inhaberin des von uns gebuchten B&Bs holt uns netterweise von der Fähre ab und zeigt uns auf der Fahrt die ganze Insel. Sie gibt uns viele interessante Tipps und Informationen zur Insel. Wir fühlen uns direkt willkommen und herzliche empfangen.

Magnetic Island

Auf dem Weg nach Magnetic Island

Der Name der Insel stammt interessanterweise aus der Entdeckungshistorie, bei der Captain James Cook davon ausging, dass die Insel seinen Kompass durcheinanderbringt und daher magnetisch sein muss. Tatsächlich ist die Insel natürlich nur genau so magnetisch wie jede Andere.

Wie dem auch sei. Uns hat es besonders ein Fakt angetan: es soll hier über tausend Koalas geben. Und diese sollen Besucher besonders leicht auf der Wanderung entlang des Forts Tracks antreffen. Also nichts wie los!

Fortes Track

Wandern auf dem Fortes Track auf Magnetic Island

Die Wanderweg führt entlang einiger verbliebenen Anlangen aus dem zweiten Weltkrieg und mitten durch den Eukalyptuswald. Zwei Stunden später kommen wir völlig KO mit dem Insel-Bus wieder im B&B an und erzählen Robyn von unserer zwar beeindruckenden Tour in der trockenen Hitze, leider aber auch ohne einen der erhofften Koalas anzutreffen.

Forts Track Magnetic Island

Unsere Wanderung wurde mit tollen Ausblicken belohnt, nicht aber mit Koalas

Keine fünf Minuten später stehen wir dank Robyn inmitten einer kleinen Koala-Kolonie. Und das quasi hinter unsrem B&B. So einfach kann es also sein Koalas wildlebend anzutreffen.

Und da sind sie endlich! Die unfassbar entspannten und wunderschönen Koala-Bären, auf die ich mich so lange gefreut habe. Wir sind so fasziniert, dass wir am nächsten Tag direkt noch einmal hingehen und das Glück haben sie sogar kurz berühren zu können.

Wieder einmal bin ich in Himmel.

Koala Baby

Koala Baby

Koala-Mama mit Baby

Koala-Mama mit Baby

Auf Magnetic Islands sollte aber noch mehr auf uns warten. Wir wollten uns am schönen Horseshoe Beach etwas zu essen gönnen und sind dabei quasi direkt in eine Horde Papageien gerannt. Die versammelten sich am Strand, weil sie dort gefüttert werden und waren damit sehr zahm, sodass sogar Paul einen auf dem Arm hatte.

Papageien

Gerade noch von uns gefüttert: Papageien

Kakadus auf dem Campingplatz in Airlie Beach

Wir hätten nicht gedacht, dass wir am nächsten Tag die gleiche Situation mit Kakadus haben könnten. Aber so war es auf unserem nächsten Campingplatz in Airlie Beach.

Kakadu

Kakadu – unser neuer Nachbar

Wir sind hierher weitergereist, um die sagenhaften Whitsunday Islands zu erkunden. Aber auch in diesem Fall ist auch die Küstenstadt von der die Insel angefahren wird sehenswert. Es gibt unzählige Bars und Cafés, zig Touristen-Shops und dadurch auch eine gute Infrastruktur was Supermärkte, Spielplätze und Bademöglichkeiten angeht.

Airlie Beach

Airlie Beach

Wir beschließen deshalb ein paar Tage hier zu bleiben. Mit Kind ist es manchmal gar nicht so schlecht auch an touristischeren Gegenden unterwegs zu sein.

Riesen Echsen auf Whitsunday Island

Wir haben uns trotz der nicht gerade geringen Preise für einen Ausflug mit dem Ziel der Whitsunday Islands entschieden. Eigentlich ist dies ein ganzes Gebiet, bestehend aus 74 Inseln, hauptsächlich unbewohnt und mit Nationalpark-Status.

Die Hauptinsel ist dabei die namensgebende Whitsunday Island. Man sagt, der dort zu findende Whitheaven Beach sei der schönste Strand der Welt. Der Name stammt wieder einmal vom emsigen James Cook. Diese Inselgruppe entdeckte er am Pfingstsonntag (Whitsunday) und so war der Name schnell gefunden. Mit der Genauigkeit hatte es der Gute aber scheinbar nicht, denn tatsächlich war er erst am Montag angekommen, scheinbar hat er sich mit der Datumsgrenze vertan. Naja… kann ja jedem mal passieren.

Wir genießen zunächst eine kleine Schnorcheltour, Paul fährt im Glasbodenboot über die Korallen und Fische und wir genießen wieder einmal die wahnsinnig beeindruckende australische Unterwasserwelt. Danach machen wir einen kleinen Bushwalk zum Hill Inlet, einer kleinen Aussichtsplattform auf den Whitheaven Beach, dem Strand, der mit einem Quarzgehalt von 99% einzigartig auf der Welt ist.

Die Erwartungen sind also recht hoch und das was sich uns beim erreichen der Plattform präsentierte war einfach phänomenal. Ein Schauspiel aus unzähligen Blautönen und weißem Sand der sich auf künstlerische Art und Weise mit dem Wasser vereint. Wir sind überwältigt und können nur jedem empfehlen, die kleine Tour zum Hill Inlet bei einem Besuch des Whitsundays mitzunehmen. Es ist unbeschreiblich schön!

Blick vom Hill Inlet

Blick vom Hill Inlet

Blick vom Hill Inlet

Blick vom Hill Inlet

Die letzte Etappe führte uns dann noch direkt an diesen berühmten Strand, wo wir ein paar Stunden verbringen durften. Schon die ersten Schritte auf diesem puderzucker-ähnlichen Sand begeistern uns erneut und vor allem Paul kann sein Glück kaum fassen. Ein riesiger Sandkasten mitten im Paradis, der sich überhaupt nicht aufheizt und der dazu auch noch quietscht beim drüber gehen und krabbeln. Mit seinen kleinen Händen kann er den Sand kaum halten. Eine höchst spannende Angelegenheit und vor allem eine neue Herausforderung.

Paul entdeckt den reinsten Sandstrand der Welt

Paul entdeckt den reinsten Sandstrand der Welt

Whitheaven Beach

Whitheaven Beach

Wir vertreiben uns die Zeit sehr entspannt beim Versuch ein kleines Badeloch zu buddeln und treffen ein paar Meter abseits vom Strand auf das nächste fremde Tier. Ein für unsere Verhältnisse gigantischer Waran. Wir sind beeindruckt und können kaum glauben was wir an diesem Tag alles erlebt haben und wie paradiesisch die Welt an einigen Orten ist.

Waran

Gigantischer Waran

Außerdem lernen wir wieder wahnsinnig spannende Menschen mit tollen Geschichten kennen und fühlen uns noch mehr bestätigt in unserer Reiselust. Immer wieder werden wir gefragt, was unsere weiteren Reisepläne sind und wie diese mit Kind zu bewältigen sind. Bisher sind die Reaktionen immer sehr beflügelnd. Alle finden es super und reden uns gut zu, dass wir es richtig machen diese Zeit so zu nutzen.

Paul macht es uns aber auch wirklich leicht. Wir sind glücklich einen so wunderbaren kleinen Globetrotter als Gefährten zu haben.

Einen Tag Auszeit in Airlie Beach gönnen wir uns nun noch und dann geht es weiter.

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Über den Autor

... hasst Stillstand. Sie ist User Experience Designer und DIY Liebhaber. Sie näht, bastelt und liebt es, sich viel zu bewegen und viel zu sehen. Ihr Reise Highlight war es, am Fuße des Annapurna zu wandern. Sie rennt Hauswände runter oder mit dem Kinderwagen durch den Park, Hauptsache kein Stillstand.

3 Kommentare

  1. Hallo ihr Lieben,
    Wie schön dass ich euren Blog gefunden habe. Sehr inspirierend und aufregend. Ich plane gerade meine Australien/Neuseeland Reise mit meinem Sohn und ich suche immer noch ein geeignete Tour zu den Whitsundays. Für welche habt ihr euch denn entschieden und warum?
    Liebe Grüße!!

    • Hallo Joelle.
      Vielen Dank für Deinen Kommentar und das Lob. Darüber freuen wir uns immer sehr!
      Wir haben bei Whitehaven Xpress gebucht und waren damit sehr zufrieden (http://www.whitehavenxpress.com.au/). Das ist dann eine Tagestour mit Walk zu Hill Inlet (tolle Aussicht über die fantastischen Strände), BBQ am Whithaven Beach, Schnorcheln/ Glasboden-Boot-Fahren für die Kleinen und inklusive Abholung in Airlie Beach. Wir haben pro Erwachsenen 175 A$ bezahlt, Kinder unter drei Jahren sind kostenfrei dabei.

      Liebe Grüße
      David

  2. Pingback: Tipps für Australiens Ostküste - 6 Reiseblogger Tipps

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